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Herzlich Willkommen
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Die Werkstatt für Ortsgeschichte Köln-Brück e.V. wurde Anfang 1988 gegründet. Die Gründungsmitglieder der Werkstatt lernten sich 1987 in einem völlig anderen Zusammenhang kennen: als Gegner der damals anstehenden Volkszählung trafen sie sich in der Gaststätte "Zur Post", wo - so heißt es in einer Selbstdarstellung - "Hunderte von Menschen Mittel und Wege suchten, der Neugier und dem Datenhunger des Staates zu entgehen".
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Einige der Volkszählungsgegner blieben als Gruppe zusammen und wählten nunmehr die Ortsgeschichte als gemeinsames Betätigungsfeld. Dabei interessierte sie in erster Linie die Geschichte der "kleinen Leute": der Arbeiter und ihrer Familien, der Bauern oder jene der kleinen Handwerksbetriebe.
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Erstes Ergebnis der daraufhin einsetzenden Spurensuche vor Ort und in Archiven war das bereits 1988 veröffentlichte Buch "Geschichten zur Geschichte", dessen erste, kühn auf 750 festgelegte Auflage bald vergriffen war. Wichtiger als der Verkaufserfolg war jedoch der damit in Gang gesetzte Kreislauf, begann doch nun ein Dialog mit der Brücker Bevölkerung, durch den die Werkstattmitglieder neue Hinweise, Geschichten, Fotos und Dokumente zusammentragen konnten. Folge war schon ein Jahr später die nächste Publikation, der bis heute acht weitere folgen sollten, wobei den Veröffentlichungen über die NS-Zeit ein besonderer Stellenwert zukam und zukommt.
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Das besonders ausgeprägte Engagement der Werkstatt in Fragen zur NS-Zeit zeigt sich beispielsweise auch in der Aufarbeitung der Geschichte des Zwangsarbeiterlagers in Dellbrück. Gemeinsam mit dem Bildhauer Joseph Höntgesberg wurde nicht nur eine entsprechende Broschüre erarbeitet, sondern nach langwierigen Verhandlungen mit der Stadt Köln auch ein von ihm gestaltetes Mahnmal für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Ostfriedhof realisiert. "Wir finden", so die Werkstattmitglieder in einem Resümee zu diesem Engagement, "dass man dieses ‚Dorf' Brück durchaus lieben und seine Geschichte und seine Menschen trotzdem ohne Heimattümelei und Schönfärberei beschreiben kann".
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Ziel und Inhalt der Arbeit der Werkstatt für Ortsgeschichte ist die Erforschung des Kölner Vororts bzw. Stadtteils Brück. Dabei stehen Interviews, Archivrecherche und Materialsammlung im Mittelpunkt der historisch orientierten Arbeit. Die Ergebnisse dieser "Geschichte von unten" sollen helfen, das Leben derer zu beschreiben, die nie Eingang in die Geschichtsbücher fanden.
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Daneben haben sich die Werkstattmitglieder im Laufe der Jahre weitere Arbeitsschwerpunkte gesetzt. So soll beispielsweise durch Musikveranstaltungen in Kölner Mundart ein über Schützenfest, Karneval oder Feuerwehrball hinausgehendes Kulturangebot geschaffen werden.
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Ergänzt werden die Aktivitäten außerdem durch Wanderungen und Radtouren in und um Brück, mit Führungen durch Ausstellungen - etwa im NS-Dokumentationszentrum oder im Haus der Geschichte in Bonn - oder durch eine Kooperation mit der Volkshochschule in Köln-Kalk. Dabei wurde unter anderem der Aufbau der dortigen "Geschichtswerkstatt für Industriegeschichte" tatkräftig unterstützt.
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