Tagung der Geschichtswerkstätten Brück, Nippes und Kalk über die Perspektiven historischer Führungen


Ort: Bürgeramt Kalk , Datum: 13. Dezember 2014


Top 1 Vorstellung der Teilnehmer
Kalk und Brück waren mit je fünf Mitgliedern, Nippes mit sechs Mitgliedern vertreten.

Top 2 Erfahrungsberichte der einzelnen GWs über ihre bisherigen Führungen

Top 2.1. Bericht des Archivs für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes
Nippes bietet drei feststehende Führungen an, die von ein bis zwei Mitgliedern durchgeführt werden. Bei den beiden schon länger durchgeführten Wanderungen ist eine fallende Tendenz feststellbar. Bei der erst seit kurzem angebotenen Führung (Nippeser Osten) ist eine Tendenz noch nicht feststellbar. Es gibt eine Zusammenarbeit mit StattReisen.

Top 2.2. Bericht der Kalker Geschichtswerkstatt
Seit 2008 führt die GW Kalk regelmäßig eine Themenführung durch, die im Programm von StattReisen ausgedruckt wird. Aus der Führungsarbeit sind ein Buch (Friedhofsarchitektur) und eine Unterrichtseinheit für Grundschulklassen entstanden. Aus den zwei Führungen pro Jahr (2008) wurden wegen reger Nachfrage für die Jahre 2009 und 2010 zehn angeboten. Ab 2011 wurden bis 2014 nur noch zwei Führungen angeboten. Die Zahl der Teilnehmer sinkt pro Jahr. Zusätzlich werden geschlossene Führungen zum gleichen Thema angeboten, von zwei pro Jahr stieg die Zahl auf fünf pro Jahr 2013. In 2014 nur zwei Anfragen.

Top 2.3. Bericht der Brücker Geschichtswerkstatt
a) Fußwanderungen
Die Geschichtswerkstatt Brück macht seit 1990 Führungen zu verschiedenen Themenkreisen, die sich oft an den Publikationen der Werkstatt anlehnen. Gewöhnlich bereitet eine zu diesem Zweck eingerichtete Arbeitsgruppe die Themen vor, die auch von den Mitgliedern der Gruppe vorgetragen werden. Die GW bietet jährlich eine solche Führung an. Privatleute oder Gruppen buchen aber auch zu besonderen Anlässen Führungen zu besonderen Themen, die dann abgesprochen werden. Auch hier ist die Nachfrage leicht rückläufig. Eine Zusammenarbeit mit StattReisen gibt es nicht.
b) Historische Radtouren
Dieser Sonderfall in Brück ist durch die geografische Lage Brücks bedingt, die ein durchaus interessantes Umfeld (z.B. zum Thema Umwelt) aufweist. Jede Radtour ist ein Unikat, wird von einer kleinen Gruppe vorbereitet und dann auch vorgetragen. Die Dauer beträgt ca. vier bis sechs Stunden. In Brück wird dieses Angebot wegen des zunehmenden Alters der Gruppenmitglieder sicher nicht mehr jahrelang gemacht werden können.

Top 2.4. Diskussion
Radtouren sind für Nippes und Kalk aufgrund des städtischen Charakters nicht durchführbar.

Top 3. Diskussion über veränderte Inhalte
Als neuer Schwerpunkt wurden die Entwicklung alteingesessener Handwerksbetriebe   und Geschäfte vorgeschlagen. Auch das Thema Kirchen und Friedhöfe kann durchaus alltagsgeschichtlich aufgearbeitet werden. Das Thema Kneipen wäre durchaus für Brück und Kalk interessant. Als eher negativ hat sich das statische Beibehalten von Themen erwiesen. Neue Angebote erhöhen das Interesse der potentiellen Teilnehmer. Im nächsten Jahr bietet sich als aktueller Bezug „70 Jahre Kriegsende“ an. Auch die Lebenserfahrung von älteren Mitgliedern als Zeitzeugen sollte einbezogen werden.

Top 4. Diskussion über Veränderung der Darbietungsform
Möglicherweise sollten nachmittags Führung für Senioren angeboten werden.
Nachtführungen werden wegen der Dunkelheit kritisch gesehen. Dies bedarf einer guten Vorbereitung und nachtspezifischer Themen.
Die Führenden sollten nach Möglichkeit frei sprechen und nicht ablesen. Stichwortzettel oder –karten reichen. Zusätzlich sollte, wenn möglich, Bild- und Kartenmaterial eingesetzt werden.
Die Ausführungen sollten nie zu langatmig sein, insbesondere dort, wo es relativ laut ist oder man über etwas berichtet, was man nicht mehr sehen kann.
Es ist günstig, wenn die Themen von  mehreren Leuten vorgetragen werden, die sich dann inhaltlich die „Bälle“ zuwerfen könnten. Das hängt natürlich von den personellen Ressourcen der Gruppe ab.
Ein fester Regelkatalog für Führungen ist nicht möglich, da die Gestaltung von den Führenden und den Geführten und auch von den Themen abhängt.

Top 5. Ankündigung/Pressearbeit/Neue „social media“
Nippes berichtete über die Einrichtung des „wiki“ im Internet.
Für junge Leute wäre die Ansprache über social media wichtig, was bislang daran scheitert, dass die Werkstattmitglieder im Allgemeinen kein Interesse an dieser Arbeit zeigen. Es wurde auch andiskutiert, ob die Einrichtung  fremd vergeben werden könnte, um mit bezahlten Kräften eine permanente Aktualisierung in den social media herzustellen. Das hängt natürlich von den Resourcen der einzelnen GWs ab.
Es ließen sich z. B. Apps für die einzelnen Stadtteile einrichten.
Ein gemeinsamer Flyer soll erarbeitet werden.
„meine stadt.de“ soll als Forum genutzt werden.
Die Pressearbeit in den Vereinen läuft, die Werbung über Post und Mails ebenfalls.
Bei der Stadt Köln sollen die Möglichkeiten der Veröffentlichung in den städtischen Seiten angefragt werden.

Top 6. Fazit
Alle Teilnehmer bewerteten dieses Treffen positiv. Das Protokoll soll an alle Kölner GWs verschickt werden. Es soll versucht werden, in regelmäßigen Treffen alle in Köln vorhandenen GWs (bisher kamen wir auf 10) einzubeziehen. Das erste Ziel ist, einen gemeinsamen Flyer aller GWs herauszugeben. (Als Leporello mit sechs Faltseiten und einer halben Seite pro GW).
Als Terminvorschlag wurden entweder 7., 14. oder 21. März 2015 angegeben. Die GW Kalk besorgt den gleichen Raum. Die Örtlichkeiten wurden als optimal angesehen. Inzwischen wurde der 14. März 2015, 14:00 bis 18:00 in den Räumen des Bürgerbüros Kalk, Kalker Hauptstraße 247-273 vereinbart.

f.d.R. Brigitte und Fritz Bilz

 

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